Liebe Sulzfelderinnen, liebe Sulzfelder! 

Am kommenden Sonntag, dem 15. November, jährt sich  zum hundertsten Mal der Volkstrauertag und wir gedenken unserer Mitmenschen, die in Kriegen und bei Verfolgung Ihr Leben lassen mussten. Wir können dies wegen der Corona-Gefahren nicht in einer gemeinschaftlichen Veranstaltung bei der Kirche tun. Aber wir tun es doch gemeinsam an diesem Tag.

Wir trauern gemeinsam mit den Angehörigen der Opfer nicht nur des Krieges. Wir denken auch an die Menschen, die wegen ihren Überzeugungen ihr Leben lassen mussten. Wir trauern um die sinnlosen Opfer von Fanatismus und Terrorismus und unser Mitgefühl begleitet alle, die einen solch schmerzlichen Verlust erlitten haben.

Lassen Sie uns diese stille Trauer mit der Hoffnung verbinden, dass Krieg, Vertreibung und sinnlose Gewalt in unserer Heimat weiterhin überwunden bleiben. Dort, wo das nicht der Fall  ist, werden sie hoffentlich bald überwunden sein.

 

Aus Bauausschuss und Gemeinderat

In der Sitzung des Bauausschusses vom 05.11.2020 wurde für zwei Objekte die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis erteilt. Dies betraf die Zehntgasse 2 (Innen und – Außensanierung Michelskeller) und Maingasse 8 (Erneuerung eines Scheunentores). Dem Bauantrag auf Anbau an ein bestehendes Gebäude (Werkstattgebäude Segnitzer Straße 1) wurde ebenfalls zugestimmt.

Die Gemeinderatssitzung am gleichen Tag war geprägt von der Sanierung der Sparkassen-Schulstraße. Das verantwortliche Ingenieurbüro Köhl hat uns die bisherigen Erkenntnisse, Ergebnisse der Messungen und Kostenrahmen (bis zu 2 Mio. Euro) vorgestellt. Die Wasserleitung ist dringend zu erneuern und der Kanal sollte im Hinblick auf die Gefahren bei Starkregen aufdimensioniert werden. Bis zur baulichen Umsetzung, die voraussichtlich erst 2022 erfolgen wird, sind noch einige Fragen offen. Wir müssen entscheiden, ob die Verbindung zwischen Sparkassen-Schulstraße zur Raiffeisenstraße (erstes Teilstück der Segnitzer Straße) in die Maßnahme einbezogen wird. Erfolgt das nicht, ergibt sich dann für den Abwasserkanal eine Engstelle. Ebenfalls zu entscheiden ist dann, ob und wie die Bushaltestelle neu gestaltet wird und wie die Bordsteinkanten aussehen sollen. Wir haben also noch viele Hausaufgaben und Gesprächsbedarf mit allen anliegenden Eigentümern. Das wird uns im kommenden Jahr beschäftigen. 

Danach haben wir uns u.a. mit der Rodung zurückgegebener Weinbergspachten und den Ergebnissen unserer Klausurtagung befasst. 

 

 Zur Klausurtagung des Gemeinderates

Am Freitag, dem 23.,  und Samstag, dem 24. Oktober, hat sich der Gemeinderat viel Zeit genommen, um über die gemeinsamen Vorhaben der kommenden Jahre zu sprechen. Die Klausurtagung hat in Erfurt stattgefunden und sich wirklich gelohnt. Neben einem Leitbild für unsere gemeinsame Arbeit haben wir über die wichtigsten Herausforderungen diskutiert, Maßnahmen besprochen und einen ambitionierten Zeitplan für die nächsten Jahre erstellt.

Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse habe ich auf crossiety eingestellt. Daher hier nur wenige Sätze dazu:

Die wichtigsten Aufgaben sehen wir gemeinsam darin, 

 

  • die Lebensqualität in unserem Heimatort zu erhalten und zu verbessern, 
  • ein generationengerechtes Zusammenleben zu fördern,
  • unsere Natur erlebbar zu erhalten und
  • uns als Gemeinderat einen verbindlichen Handlungsrahmen zu geben. Dazu gehört der Umgang mit Gemeindeimmobilien, das Vorkaufsrecht nur als absolute Ausnahme und die Konsolidierung der Finanzen.

Schnellstmöglich wollen wir ein Park- und Verkehrskonzept erstellen und den Bauhof um eine(n) Landschaftsgärter/ in verstärken. Im Zeit- und Maßnahmenplan finden sich für 2021 das Projekt zur Weinbergsbewässerung, die Lösung für den ehem. Busparkplatz sowie u.a. ein Konzept für die Stadtmauer wieder. Das Jahr 2022 wird dann von den Entscheidungen zu den Gemeindeimmobilien und Pachtweinbergen geprägt sein.

Ich danke allen Mitgliedern des Gemeinderates dafür, dass Sie sich die Zeit an diesem Freitag und Samstag genommen haben. Es war ein sehr konstruktives Arbeiten, ein fairer Umgang miteinander und ein tolles Klima. Dass alle Gemeinderätinnen  und -räte dabei waren und die Kosten selbst getragen haben, ist nicht selbstverständlich und ein schönes Signal.

 

Mit den besten Wünschen und bleiben Sie gesund!

Ihr
Matthias Dusel